S. Christianus

Unrechtmäßige Exkommunikation

Der hl. Robert Bellarmin schreibt über den ungerecht Exkommunizierten und stützt sich dabei auf den hl. Augustinus:

„Ein Solcher ist in der Kirche mit dem Geiste, oder dem Verlangen, welches für ihn zum Heile ausreicht, aber nicht in Ansehung des Körpers, oder der äußerlichen Excommunication, welche eigentlich den Menschen in jene sichtbare auf Erden befindliche Kirche bringt. Augustinus (Lib. de vera religione, c. 6) sagt: ‚Oft gestattet auch die göttliche Vorsehung, daß selbst gute Männer aus der christlichen Gemeinschaft gestoßen werden. Wenn sie ihre Schmach, oder das Unrecht, aufs Geduldigste, dem Kirchenfrieden zu lieb, tragen und keine Neuerungen schismatischer oder ketzerischer Art unternehmen, so werden sie die Menschen lehren, mit welch wahrer Zuneigung, mit welch großer Reinheit der Liebe Gott gedient werden soll. Diese krönt der ins Verborgene sehende Vater im Verborgenen.‘“

Streitschriften über die Kampfpunkte des christlichen Glaubens von Robert Bellarmin, Card. E. S. J. Uebersetzt von Dr. Viktor Philipp Gumposch. Vierter Band. Augsburg 1844, S. 248-249; 'streitschriften über die kampfpunkte des ….

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Der hl. Robert Bellarmin war - und ist - ein großer Theologe und Kenner des Kirchenrechts. Aber nicht er, sondern der heute regierende Papst, sichtbarer Nachfolger des Apostels Petrus, hat nach katholischem Glauben die höchste Jurisdiktionsgewalt inne.

S. Christianus

Niemand bestreitet, dass der amtierende Papst den Jurisdiktionsprimat besitzt. Wenn der Papst seinen Jurisdiktionsprimat missbraucht, darf man ihm Widerstand leisten:
Widerstand gegen den Papst - Christkönigtum